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Meininger Neonazi verurteilt Am Montag den 27.11.2006 wurde vorm Landgericht Meiningen gegen Sven Dietsch, wegen schwerer Körperverletzung, verhandelt. Die Verhandlung endete mit dem Schuldspruch Dietschs. Dieser gehört zum eher extrovertierten Teil der rechten Szene Meiningens. Dietsch war am 18.06.2005 bei einem Angriff von Neonazis auf mehrere Jugendliche im südthüringischen Friedelshausen (nahe Meiningen) beteiligt. Die Jugendlichen welche ein stattfindendes Dorffest besuchten, wurden zunächst aufgrund ihrer äußeren Erscheinung, verbal von Dietsch, sowie anderen Rechten angefeindet; bis eine Person aus der Gruppe der Besucher durch einen Faustschlag auch direkt attackiert wurde. Dieser verlor dabei einen Schneidezahn. Der Schlag setzte den Startpunkt für eine Hetzjagd auf alle die, welche der Gruppe zugeordnet wurden, nach „links“ oder „Punk“ aussahen, oder den Opfern helfen wollten. Einzelne Anwesende berichten von ungefähr 20 „Rechten“, welche die erheblich kleinere Gruppe linker und unpolitischer Jugendlichen angriffen. Bei dem so entstandenen, großflächigen Gemenge wurde mit Holzbänken nach den offensichtlich flüchtenden geworfen, sowie auf einen bereits bewusstlos geschlagenen Jugendlichen weiter eingetreten, sodass dessen Kiefer einen doppelten Bruch erlitt. Der Kiefer konnte im Nachhinein, nur durch eine Metallplatte, sowie die dazu gehörigen Operationen, behandelt bzw. wieder gerichtet werden. Von den zur Verhandlung geladenen Zeugen, welche etwas zu den Vorfällen sagen konnten, bzw. dies auch wollten, wurde Dietsch eindeutig der Gruppe dieser Täter zugeordnet. Da half es ihm auch nichts anzugeben, nicht im Kontakt zur rechten Szene zu stehen. Zudem widersprachen dem die Aussagen unterschiedlicher Zeugen. Ein Geschädigter bezeichnete ihn als „stadtbekannten Rechtsextremisten“, ein anderer als „bekannten Schläger“. Die letzten Zweifel konnte eventuell die Aussage eines Vertreters der Exekutive- ein Polizeibeamter, welcher in der besagten Nacht nach Friedelshausen geschickt wurde- ausräumen. Dieser sagte aus, den „Herr Dietsch“ schon „besser zu kennen“, sowie im Einsatz, bei einem unangemeldeten, von der Staatsgewalt aufgelösten Nazikonzert im nahe gelegenen Wasungen, angetroffen zu haben. Jedoch konnten auch die Eindrücke der Verhandlung nicht den Anschein vermindern, der gesamte Vorfall solle ent kandalisiert oder entpolitisiert werden. Zu keiner Zeit wurde die Tat als das gesehen was sie war, nämlich politisch motiviert. Weder Presse, noch Justiz oder Staatsschutz haben das Geschehene als jenes deklariert, sondern stets als einfache Prügelei oder „normale“ Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen behandelt. Dietsch, welcher versuchte sich vor Gericht mehr oder minder selbst zu verteidigen, wurde zu 9 Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt auf 3 Jahre Bewährung, sowie zur Zahlung von Schmerzensgeld über 750€ verurteilt, kündigte jedoch an in Revision zu gehen. Da heißt es wohl in Zukunft mehr jobben zu müssen. Sven steht jedoch in guten persönlichen Kontakt zu den Betreibern des jetzigen „Checkpoint“ in Meiningen und hilft hier und da auch gerne mal aus. Hinter dem „Checkpoint“ verbirgt sich nichts anderes als der ehemalige „Witchmaster“. Der „Witchmaster“ wurde im Februar 2005 als einer der Eckpunkte rechten Lifestyles in Meiningen, sowie als „Naziladen“ öffentlichkeitswirksam geoutet. (indymedia berichtete: http://de.indymedia.org/2005/02/106774.shtml) ![]() |
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